Durchsetzungsinitative mal anders

Bernd Steimann, 12. Februar 2016
Durchsetzungsinitative mal anders

Könnte es sein, dass bei uns zuhause zu oft über Politik diskutiert wird? Diese Frage jedenfalls stellte sich mir kürzlich zwischen Frühstück und Aufbruch in Kindergarten und Krippe mit meinen zwei Kindern:

P. (5 Jahre) sollte in zehn Minuten aus dem Haus, damit er rechtzeitig in den Chindsgi kommt. Doch statt aufs WC zu gehen und sich anzuziehen, lümmelt er mit einem Comic auf dem Sofa herum.

„So, leg jetzt bitte den Comic weg und geh aufs WC.“

P.: „Jaa, grad.“

„Du kommst sonst zu spät.“

P.: „Jaaaa, grad.“

„Nei nöd grad, jetzt bitte. Was meinst Du wird Frau A. sagen, wenn du zu spät kommst? Dann schimpft sie mit dir.“

M. (2,5 Jahre) mischt sich ein: „Und dänn muesch du us de Schwiiz use!“

Das hat P. zwar nicht im Geringsten beeindruckt – mich hingegen schon. Höchste Zeit also, die unsägliche „Durchsetzungsinitiative“ mit einem klaren NEIN an der Urne zu versenken. Damit wir uns schon bald wieder konstruktiveren Tischgesprächen zuwenden können.

Bernd Steimann
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